Am ersten Tag habe ich in der Expo-Area einen Impuls gehalten. Eigentlich sollte mein Mitgründer Ben Plannet auf der Bühne stehen. Er konnte kurzfristig nicht selbst auf die Bühne, und ich bin für ihn eingesprungen. Inhalt und Analyse dahinter stammen von ihm.
Unser Beispiel war ein industrieller Mobilfunk-Router. Die Software darauf ist von 2021, und analysiert haben wir die Firmware, die der Hersteller für dieses Gerät öffentlich bereitstellt. Darin stecken 485 einzelne Software-Teile in einer einzigen Datei, ein Passwortschutz mit einem Verfahren aus den Neunzigern und ein Betriebssystemkern von 2016. Dieses Muster findet man in Industriegeräten immer wieder, und der Grund ist einfach: Sie werden für zehn, fünfzehn Jahre gekauft.
Die Botschaft, die hängen geblieben ist: Eine Analyse von heute ist morgen schon wieder alt. Für jedes Software-Teil kann morgen eine neue Schwachstelle bekannt werden. Einmal hineinschauen reicht nicht, es braucht den laufenden Abgleich über den gesamten Lebenszyklus.





