CRA-Meldepflichten seit 11.09.2026

Firmware-Sicherheit für Gerätehersteller

Die 24-Stunden-Meldepflicht gilt. LegacyMind liefert SBOM, Schwachstellen-Analyse und Härtungs-Check aus dem Firmware-Binary, ohne Quellcode-Zugang.

Release gegen Release

Was ein Update im ausgelieferten Binary verändert, in vier Zahlen

Eine Steuerung, FW28 v04.06.01 gegen FW30 v04.08.09. Beide Stände öffentlich, beide aus dem Image analysiert, kein Kunde beteiligt. So sieht der Vergleich aus, wenn Sie ihn vor dem Release für Ihre eigene Firmware ziehen.

Komponenten, exakte Zählung

+33Komponenten mehr im neueren Stand434 nach 467, dieselbe Steuerung

KEV-Einträge

25
nach
18
−7

kritische Zuordnungen

109
nach
99
−10

CVE-Zuordnungen

8.332
nach
5.234
−3.098

CVE-Zuordnungen aus erkannter Komponente und Version. Kein Nachweis, dass die Schwachstelle auf dem Gerät erreichbar ist. version_match steht auf 99,1 % (FW28) und 98,5 % (FW30) der Zuordnungen auf assumed. KEV-Einträge und Komponenten sind exakte Zählungen.

Der Umfang ist gewachsen

33 Komponenten kommen dazu, 434 werden 467. Das Update liefert mehr Software aus, und jede neue Komponente steht ab jetzt in der SBOM, die der Kunde erwartet.

Die Zuordnungen fallen trotzdem

Mehr Komponenten und 3.098 Zuordnungen weniger: die Differenz sitzt in den Versionen. Was die Release-Notes als Bibliotheks-Update nennen, wird hier zur zählbaren Differenz, mit dem Vermerk assumed auf beiden Seiten.

Die harte Zahl sind die KEV-Einträge

25 werden 18. Das sind 7 Einträge aus dem CISA-Katalog aktiv ausgenutzter Schwachstellen, die auf FW30 nicht mehr zugeordnet sind, und 18, die es weiterhin sind. Genau diese 18 sind die, nach denen ein Kunde unter der CRA-Meldepflicht zuerst fragt.

Was Entwicklungsleiter zuerst fragen

Drei Fragen, die in jedem ersten Gespräch fallen

Woher kommen 8.332 Zuordnungen, wenn das Gerät 434 Komponenten hat?
Aus der Paarung von erkannter Komponente und Version mit 18 Schwachstellenquellen, von den Distributions-Trackern über die CSAF-Feeds der Hersteller bis zur NVD. Eine Komponente mit alter Version zieht viele Einträge. Auf 99,1 % dieser Zeilen steht version_match auf assumed: die Version wurde erkannt, die Erreichbarkeit der Lücke auf dem Gerät nicht geprüft. Deshalb trägt die Zahl den Vermerk, und deshalb beginnt der Bericht mit den 25 KEV-Einträgen, nicht mit den 8.332.
Brauchen Sie unseren Quellcode oder unser Build-System?
Nein. Die Analyse läuft auf dem ausgelieferten Firmware-Image, so wie es der Kunde bekommt. Das Image wird entpackt, die Paketdatenbanken und Manifeste werden gelesen, jede ELF-Datei wird auf ihre Schutzmechanismen geprüft. Für die beiden Stände oben waren das die öffentlich verfügbaren Downloads.
Was steht nicht in der Komponentenliste?
Statisch gelinkte Bibliotheken und Kernelmodule, die in keiner Paketdatenbank und keinem Manifest auftauchen. Der Bericht nennt diese Grenze in einem eigenen Abschnitt, mit den untersuchten Wurzelverzeichnissen und den Prüfungen, die nicht liefen.

Die Herausforderung

Produkt-Security unter regulatorischem Druck

  1. 01

    Die CRA-Fristen laufen

    Seit 11. September 2026 gilt die 24-Stunden-Meldepflicht für aktiv ausgenutzte Schwachstellen. Ab Dezember 2027 folgen die vollständigen Herstellerpflichten. Eine belastbare SBOM ist die Grundlage für beides.

  2. 02

    Zulieferer-Risiken unsichtbar

    Third-Party-Bibliotheken und Zulieferer-Firmware enthalten oft bekannte Schwachstellen. Ohne Analyse wissen Sie das erst nach einem Vorfall.

  3. 03

    Härtung vor Release nicht verifiziert

    Fehlen Stack Canaries? Sind Private Keys exponiert? Ohne systematischen Check geht eine neue Firmware nur größer raus, nicht sicherer.

Die Lösung

Was Sie vor dem Release in der Hand haben

SBOM-Generierung für EU CRA

CycloneDX-konformes Software Bill of Materials, automatisch aus Binär-Firmware generiert, ohne Quellcode-Zugang.

Firmware-Härtung vor Release

Binary Hardening Score zeigt fehlende RELRO, NX, PIE und Stack Canaries. Verifizieren Sie jede Firmware-Version vor dem Release.

Zwei Stände nebeneinander

Risikoscore und Härtungsgrad je Firmware-Version. Zwei ausgelieferte Stände nebeneinander zeigen, was ein Release wirklich geschlossen hat.

Zulieferer-Schwachstellen erkennen

Identifizieren Sie bekannte CVEs in Third-Party-Komponenten und Zulieferer-Bibliotheken, bevor Ihr Kunde sie findet.

Aus dem Produkt

SBOM und Härtung auf einen Blick

Jede aus den Paketdatenbanken und den Manifesten der Sprach-Ökosysteme erkannte Komponente wird mit Name und Version geführt und gegen bekannte Schwachstellen abgeglichen. Statisch gelinkte Bibliotheken und Kernelmodule sind darin nicht enthalten. Der Härtungsbefund zeigt je Binärdatei, welcher Schutzmechanismus fehlt.

  • CycloneDX-Export, maschinenlesbar
  • Feststellungen zu CRA Anhang I, je Anforderung mit Grundlage
  • Krypto-Inventar mit BSI TR-02102-1 Bewertung
  • Härtungsbefund je Binärdatei
  • Schwachstellen in Third-Party-Bibliotheken
BeispielanalyseDemo-Firmware OpenWrt x86-64 mit bekannten Schwachstellen, keine Kundendaten

Komponenten

128 versionierte Komponenten erkannt · 9 mit bekannten Schwachstellen · 1 mit aktiv ausgenutzten (KEV)

  • 1mit KEV
  • 2Kritisch
  • 4Hoch
  • 2Mittel
  • 0Niedrig
  • 119ohne Befund
Filter
KomponenteCVEs
  • Beschreibung

    Linux-Kernel: Speicherverwaltung, Prozess-Scheduling, Netzwerk, Gerätetreiber und Systemaufrufe

    Sicherheitskontext

    Der Linux-Kernel ist die kritischste Angriffsfläche dieser Firmware. 6 Schwachstellen werden aktiv ausgenutzt (CISA KEV), darunter Dirty Pipe (CVE-2022-0847) und Sequoia (CVE-2021-33909). Lokale Rechteausweitung zu Root.

    Schwachstellen

    • 45 CVEs
    • 3Kritisch
    • 12Hoch
    • 22Mittel
    • 8Niedrig

    davon 6 aktiv ausgenutzt (CISA KEV)

    Im Tab „Schwachstellen“ anzeigen
    Version
    5.4.238
    Empfohlen ab
    5.4.269
    Hersteller
    The Linux FoundationAdvisory
    Lizenz
    GPL-2.0
    Package URL
    pkg:generic/linux-kernel@5.4.238
    CPE
    cpe:2.3:o:linux:linux_kernel:5.4.238:*:*:*:*:*:*:*

3 von 128 Komponenten gezeigt, sortiert nach Schwachstellen. 119 ohne Treffer im Abgleich.

SBOM exportieren

Erkanntes Komponenteninventar in Standardformaten

Beispielanalyse aus der Plattform

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Für OEMs, Embedded-Systems-Hersteller, IoT-Gerätebauer und alle, die vernetzte Produkte ausliefern. Analyse auf EU-Servern, ohne Quellcode-Zugang, Firmware wird nach der Analyse gelöscht.